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Liebe Freunde der Poesie,
hier können Sie uns gerne Ihre selbsgeschriebenen Gedichte oder Texte zumailen, die wir dann nach inhaltlicher Prüfung auf dieser Seite veröffentlichen.
Lassen Sie die Welt an Ihren Gedanken teilhaben!!!
Leben wollen ist keine Sünde.
Blick mich nicht Hasserfüllt an.
Wir sind nur Schachfiguren,
immer wieder von Umständen getrieben.
Wegen des Erdbebens tauchte ich unter.
Mein Leben stand im Erdbebenherd.
Ich tauchte wieder auf, der Krieg fing an.
Da ergriff ich das Hasenpanier.
Nicht jeder Vogel findet zu Hause sein Brot.
Einige müssen in die Fremde fliegen.
Sie schleichen sich aus der Not,
in der Hoffnung weiterzuleben.
Glaub nicht diesen Märchenerzählern,
die die Menschheit mit einer Treppe vergleichen.
Auch wenn wir gelb, grün oder rot sind,
was in dir fließt, fließt auch in mir.
Lass uns lieber Freundschaft schließen.
Wir sitzen alle im Zug der Menschheit.
Wir sind eine Vogeleinheit
und bauen unsere Nester buntbemalt.
Simon Mougnimben (Ben Simon)
Wäre ich so gut wie manche Musiker,
sänge ich dir heute ein schönes Lied.
Ich bin nur ein schlechter Lyriker
und dies macht schon viel Unterschied.
Es tut mir leid, Geliebte Poesie,
dass ich dir wenig anbieten kann.
aber egal was von mir kommt, c'est la vie!
Vielleicht ändert sich das irgendwann.
Jedes Mal wenn ich was von dir lese,
bin ich für mehrere Tage gut versorgt.
Mein Zimmer wird eine Wiese,
wo deine Schrift für Aufregung sorgt.
Ich möchte mit einem Blick alles lesen,
gleich am Anfang und am Ende sein.
Einige Wörter werden überlesen,
andere strömen ins Auge herein.
Wo es mich am besten treffen kann,
weiß keiner außer dir.
Ich bin zur Zeit sehr angetan.
Und leide allein ohne Revier.
Meine Hände möchten dich spüren,
meine Zunge schnell ins Spielfeld.
Lass meinen Augen kleine Türen
für den Zugang zu deiner Wunderwelt.
Ben Simon
Schlecht ist des Menschen Angewohnheit
sich zu bringen in Verlegenheit.
Die Brieftasche ist irgendwo verlegt
Verdächtigend sucht er unüberlegt.
Er klagt, sie sei entwendet worden.
Und holt sich Ordnungshüter aus dem Norden.
Jetzt ist er ganz fest davon überzeugt,
Dass die Welt nur Räuber und Diebe erzeugt.
Es ist der schlanke Dunkelhaarige gewesen,
Der neben mir im Zug täuschte zu lesen.
Alle Einzelheiten sind ihm jetzt klar,
Erfundenes stellt er den Beamten dar.
Sein Auftreten ist voller Gesichter
Er will nur noch demnächst zum Richter.
Eine Anzeige wird jetzt schnell gefertigt,
Arme Unschuldige kopflos verdächtigt.
Verärgert, einmal zu Hause eingetroffen,
Liegt die Brieftasche im Schrank halboffen.
Die ganze Aufregung war unbegründet.
Und die Welt ist nun von Dieben gesundet.
Was bleibt noch übrig von Diebstahlthesen,
die Geldbörse sei gar nicht berührt gewesen?
Der Vorfall wird ihm lange begleiten
Und sich in Freundeskreisen ausbreiten.
Des Verdächtigen Lebensunmut und Zorn
Ertrinkt er nun in einem Glas Korn.
Beide können alle möglichen Wege gehen
aber nie wieder zusammen im Zuge stehen
Ben Simon
Zwei Menschen begegnen sich in der Stadt
Wo jeder etwas zu erledigen hat.
Sie tauschen sich erfreut aus,
stehend vor einem Gasthaus.
Plaudern über den Alltag
Und was jeder wohl so tun mag.
Der eine greift das Wetter an,
spricht von Kältewelle ganz spontan.
„In München schlug sie gestern zu“,
fügt gereizt der andere hinzu.
Während sie aneinander zuhören
Und ihre Wiedersehensfreude betören,
versucht der eine herauszufinden,
mit dem anderen was ihn mag verbinden
Erinnerungslücken werden durchwühlt
Und jede Inszenierung mitgefühlt.
Dass sie sich kennen, steht außer Frage
Jedoch reicht nicht zur Aufklärung der Lage.
Wann das letzte Wiedersehen war,
ob Freund oder Feind ist keinem klar.
Die ergebnislose Geheimsuche
Wird für jeden zum Fluche.
Jetzt hilft nur ein rascher Ausweg,
das Auto steht falsch auf dem Gehweg
Der andere atmet erlöst auf
Trost suchend im Tageslauf.
Während den Rücken sie sich zuwenden
Und die endlose Qual beenden,
wünscht sich der eine wie der andere
in Zukunft keiner Wiedersehensmisere.
Solche Lücken werden sich ausbreiten
Und die Männer in die Abendstunde begleiten.
Und irgendwann werden sie lernen
Ihre Verschleißgrenze zu bekennen.
Ben Simon
Die Sonne scheint, der Himmel ist blau
Es geht ein Küken sorglos spazieren.
Das Küken ist jung und noch nicht schlau
Und kann nicht für sich plädieren.
Das Mutter-Huhn, die leibliche Erzieherin
Hat ihr "Küklein" heute verloren.
Jetzt begibt es sich ohne Betreuerin,
außerhalb der sicheren Toren.
Die Sonne schmollt, der Himmel wird düster.
Ahnungslos setzt das Küken seinen Weg fort.
Es hört ab und zu kleines Geflüster,
Sieht keine lauernde Gefahr vor Ort.
Die Sonne ist fort, der Himmel wird ernster
Es kommt ein Raubvogel von irgendwoher
Die Bestie greift an, es wird todernster
Und das arme "Küklein" ist nicht mehr.
Jetzt schießen Beute und Jäger durch die Luft.
Da erscheint Mutter-Huhn und ruft.
Das Küklein hört jetzt nicht mehr,
längst verloren im Luftverkehr.
Voller Zorn erscheint jetzt der Hahn
Und springt in Tränen in die Autobahn.
Der Vater-Hahn wird bald beerdigt,
das Küklein schnell verspeist.
Es weint Mutter-Huhn aus vollem Hals.
Das Kind ist weg, der Herr ist tot.
Der Himmel weint mit, die Sonne niemals.
Draußen spaziert ein Huhn in Not.
Ben Simon
Die Zeit vergeht klagend vorm Richter
Sonnenstrahlen durchdringen unsere Gesichter.
Draußen am Straßenrand weint ein Kind.
Die Sonne ist fort und kommt der Wind.
Der Unmut wächst Jahr für Jahr.
Kinder spielen ein streitsüchtiges Paar.
Am Horizont klopft der Winter an die Himmelsdecke
Pilgervögel schauen aus ihrer Ecke.
Der Winter bricht stürmisch ein,
Die ganze Stadt wird zum "Sauverein".
Stärker weht der Wind, groß die Sorgen
Kirchenglocken läuten am frühen Morgen.
Die Zukunft ist trüb, viel Arbeitslosigkeit!
Der Hunger wird zu Hause eingeweiht.
Plötzlich geht in Irak eine Bombe hoch,
Überlebende kriechen aus ihrem Loch.
Die Sonne schaut zu und lacht sich tot.
Wir geraten heute oft in Not.
Ben Simon